Der Chor des Pommerelliischen Vereins Sakrale Musik ist ein vierstimmiges gemischtes Ensemble. Er versammelt in seinen Reihen Gesangsliebhaber aus der ganzen Stadt. Die Chormitglieder sind vor allem jüngere Leute mit verschiedener musikalischer Ausbildung und unterschiedlicher Erfahrung. Es ist ein Amateurchor. Sein Antrieb ist der Willen, durch Musik Gott und Menschen zu dienen. Das Ensemble trifft sich regelmäßig zweimal in der Woche zu Proben.

Der Chor wurde im Herbst 1982 gegründet. Die Gründungsversammlung, an der Ziele und Aufgaben des Ensembles festgelegt wurden, fand am 05.09.1982 statt. Der Gründer und zugleich der erste Chordirigent war der damalige Vikar der Pfarrei Zbigniew Markowski.
Der Chor war anfänglich ein bescheidenes Gesangsensemble, zu dem Mitglieder anderer Toruner Chore gehörten. Bald bildete sich aber die heutige vierstimmige Struktur mit den Sängern aus dem Gebiet der Pfarrei. Am 22.11.1985, dem Tag der Hl. Cäcilia wurde die Chorführung gewählt. Zum Vorsitzenden wurde Herr Bernard Czajkowski ernannt, zum 2. Vorsitzenden Frau Małgorzata Dyduch.
1988-1989 bekleidete Herr Henryk Klimczak die Funktion des Dirigenten, dann übernahm wieder der Priester Zbigniew Markowski die künstlerische Leitung und übte sie bis zum Mai 1991 aus.
Bis zu dieser Zeit wurde der Chor als ein Ensemble wahrgenommen, das grundsätzlich Pfarrfeste begleitete, was aus seinem in der Gründungszeit beschlossenen Programm resultierte. Dennoch fanden Konzerte auch in anderen Städten Polens statt.
1988 besuchte Toruń das Wunderbild der Heiligen Mutter Gottes von Częstochowa (Tschenstochau) und aus diesem Anlass trat der Chor mit dem Staatlichen Kammerorchester Toruń zusammen im Marienliederkonzert auf. 1989 reiste der Chor mit seinem künstlerischen Programm nach Lemberg. Bis März 1992 (Zeitpunkt der neuen administrativen Einteilung in der polnischen katholischen Kirche) nahm das Ensemble aktiv an der alljährlichen Kirchenchorübersicht teil, fand Anerkennung und erhielt gute Rezensionen.
Im November 1991 übernahm Dr. Czesław Grajewski die Dirigentenfunktion und die künstlerische Leitung. Seit dieser Zeit wurden in der Tätigkeit des Chores zwei Tendenzen sichtbar. Zum Ersten ging der Chor dynamisch mit seinem Repertoire über die Grenzen der Pfarrei und der Stadt hinaus und zum Zweiten baute er es völlig um, legte dabei den besonderen Wert auf Konzertwerke.
Das Ensemble gab im Jahre 1992 ein Jubiläumskonzert anlässlich seines 10-jährigen Bestehens. Es nahm an mehreren Chorwettbewerben der Włocławek-Diözese teil, wirkte bei den hl. Messen, die vom Polnischen Rundfunk und vom Radio Maryja übertragen wurden, mit.1993 war es bei der Inauguration des Toruner Kulturjahres, 1994 bei den Feierlichkeiten zum Internationalen Kolbejahr.1995 bekam es den ersten Preis in der Kategorie Erwachsene Chöre im Tournier um Pokal des Toruner Woiwoden.
Bis Ende 1997 wurde das Repertoire wesentlich bereichert. Das Ziel der Programmerweiterung war seine Anpassung an die Anforderungen der universalen Liturgie durch die Einführung der Werke in der lateinischen Sprache (und auch in neueren Sprachen Europas).
Ende 1994 haben einige Chormitglieder den Pommerischen Verein Sakrale Musik zur technischen, materiellen und juristischen Unterstützung des Chores gegründet. Der Verein hat eigene Rechtspersönlichkeit, eine Satzung und wurde ins Vereinsregister beim zuständigen Amtsgericht eingetragen. In Rahmen seiner Satzungstätigkeit hat der Verein in Jahren 2002 und 2004 zwei wissenschaftliche Publikationen herausgegeben.
Im Oktober 1996 nahm unser Chor auf Einladung vom polnischen und vom ukrainischen Kultusministerium als einziger Amateurchor aus Polen am Festival der Polnischen Kultur in der Ukraine teil. In demselben Monat hat man auch in der St. Maksymilian Kirche in Toruń eine Gedenkfeier zum 30. Todestag vom Priester I. O. Mański SDB, dem bekannten Komponisten und Musikprofessor in der Organistenschule der Salesianer in Przemyśl, der tragisch in der Tatra ums Leben gekommen ist, organisiert.
Im September 1996 hat der Chor eine phonographische Aufnahme von Weinachtsliedern in der Kirche „Zur Erhöhung des heiligen Kreuzes" in Kaszczorek durchgeführt.
Seit Juni 1997 bis Januar 1998 hatte die Funktion des Dirigenten Janusz Galewski inne. Unter seiner Führung hat das Ensemble Feierlichkeiten aus Anlass seines 15. Jubiläums veranstaltet (November 1997). Aus familiären Gründen legte er aber in einigen Monaten sein Amt nieder. Die Leitung des Chores übernahm dann einer der Mitglieder – Marian Grocholewski und hatte sie bis zum März 2005 inne.
In dieser Zeit fuhr der Chor im Jahre 1999 zweimal ins Ausland. Die erste Reise – nach Litauen, auf Einladung der dort wohnenden Polen - fand im Februar statt. Die zweite Tour, die längste in der Geschichte des Chores, führte nach Skandinavien. Die Route verlief durch Schweden, Norwegen, Finnland (über den Polarkreis), Russia, Estland, Lettland und Litauen. Während dieser Reise vertritt Herr. Cz. Grajewski den Dirigenten. Im Juni 1999 wirkte das Emsemble zusammen mit anderen Chören beim musikalischen Rahmen des Empfanges des Heiligen Vaters Johannes Paul II in Toruń mit. (07.06.1999).
1998 und 1999 nahm der Chor an dem Festival der Chöre der Włocławek-Diözese teil und belegte für die Ausführung eines Liedes über den Heiligen Erzengel Michael den ersten Platz.
Im Oktober 2000 hat der Verein stete Zusammenarbeit mit einem katholischen Chor aus Leiden angeknüpft und hat im Mai 2001 einen Besuch in dieser Stadt abgestattet. Eine große Freude für alle Chormitglieder bereitete auch die Reise im Jubiläumsjahr nach Rom und in den Vatikan, nach Monte Cassino, nach Assisi, Padua, Venedig. Während dieser Reise gab das Ensemble zusammen mit einem Chor aus Philadelphia ein kurzes Konzert für den Heiligen Vater.
Am 6. November wurde unter der Schirmherrschaft vom Diözesanbischof, dem Stadtpräsidenten und mit der Hilfe des Vereins das I. Chorfestival „Ars Liturgica“ organisiert. An den Vorbereitungen und der Durchführung des Festivals hat sich der Chor der Pfarrei St. Maksymilian aktiv beteiligt.
Im April 2005 hat der Pfarrer A. Klemp den Posten des Dirigenten dem Dr. hab. Czesław Grajewski wieder anvertraut. Im Anfang Juni 2007 konzertierte das Ensamble in Leiden (Holland). Die Tournee fand im Rahnen des alljährlichen Kulturellen Austausch zwischen den beiden Städten statt. Im August 2008 machte der Chor eine Tournee im Balkan und in der Türkei.
Zur Zeit zählt der Chor 25 Mitglieder, die zu zwei Sektionen: steten (regularis) und helfenden (auxiliaris) gehören. In der Zeit seines Bestehens wirkten aber mehrere Personen. Ein Teil von ihnen lebt leider nicht mehr. Es wäre nicht übertrieben zu behaupten, dass die Personen, die im Chor gesungen hatten und aus verschiedenen Grüden ihn verlassen haben, ein zweites, gar nicht kleines Ensemble bildeten.
Das wichtigste Ziel des Chors ist die Darstellung der Musik, hauptsächlich der liturgischen aus verschiedenen Epochen und von verschiedenen Stilen. In seinem Repertoire gibt es Werke seit der Zeit der Renaissance bis zur Gegenwart. Das Ensemble singt vor allem a capella aber auch mit Orgelbegleitung und in Begleitung eines Symphonie- oder Blasorchesters. Im Programm stehen Werke polnischer und fremder Komponisten. Es sind viele liturgische Kompositionen, eine Passion, Kantaten aber auch weltliche Werke. Es wurden auch Krippenspiele und Dramen inszeniert.
Am 24. November 2007, dem Tag seines 25-jährigen Jubiläums, wurde der Chor der Pfarrei St. Maximilian Kolbe von dem Thorner Bishof Andrzej Suski mit der Medaille „Für Verdienste für die Thorner Diözese“ ausgezeichnet.
Die 26-jährige Tätigkeit unseres Ensembles, dokumentiert in zwei dicken Chronikbänden und einem reichen Archiv von Presseausschnitten, Tonaufnahmen, Filmen und Fotos, wurde zum Thema der Magisterarbeit dem Studenten des Instituts für Musikalische Ausbildung der Kasimir-der-Große-Akademie in Bydgoszcz (Krzysztof Gmyr, Die Tätigkeit des St. Maximilian Chores aus Thorn in Jahren 1992 - 2004). Speziell für unseren Chor haben bekannte Komponisten Paweł Łukaszewski und Józef Świder Werke geschrieben. Von der reichen Geschichte des Chores und seinen Erfolgen zeugen Dutzende von Andenken: Folder, Plakate, Zertifikate, Pokale.
Seit 2009 tritt unser Chor dem Namen Chor des Pommerellischen Vereins Sakrale Musik auf. Est is das Ergebnis einer Spaltung im Ensemble, die Anfang Dezember zustande gekommen ist.
übersetzt von Krystyna Smokowska






